Inhaltsverzeichnis
- Warum Welpenfutter kein Marketing-Trick ist
- Woran du gutes Welpenfutter erkennst
- Die besten Welpenfutter 2026 im Vergleich
- Nass- oder Trockenfutter – was ist besser?
- Wie viel soll mein Welpe täglich fressen?
- Diese Inhaltsstoffe sind ein Warnsignal
- Fazit: Welches Futter passt zu meinem Welpen?
Warum Welpenfutter kein Marketing-Trick ist
Wenn du einen Welpen bekommst, wirst du ziemlich schnell mit einer Flut von Ratschlägen überhäuft – vom Züchter, aus Foren, von Nachbarn, die „das ja auch schon immer so gemacht haben“. Und mitten in dieser Informationsflut steht die Frage: Braucht mein Welpe wirklich spezielles Futter, oder reicht auch normales Hundefutter?
Die ehrliche Antwort ist: Ein Welpe ist kein kleiner erwachsener Hund. Sein Körper befindet sich in der intensivsten Wachstumsphase seines Lebens. In wenigen Monaten vervielfacht sich sein Gewicht, sein Skelett nimmt Form an, sein Immunsystem lernt, sich zu behaupten, und sein Gehirn verknüpft Millionen von Nervenbahnen. Das alles passiert gleichzeitig – und kostet unglaublich viel Energie und die richtigen Bausteine.
Was viele nicht wissen: Ein zu hoher Kalziumgehalt im Futter kann bei großen Rassen die Knochenentwicklung ernsthaft stören. Zu wenig hochwertiges Protein führt zu schlechtem Muskelaufbau. Fehlt die Omega-3-Fettsäure DHA, leidet die Gehirnentwicklung. Diese Dinge sind keine Kleinigkeiten, die man nach ein paar Monaten einfach korrigieren kann – sie legen buchstäblich den Grundstein für die gesamte Gesundheit deines Hundes.
Das bedeutet nicht, dass du das teuerste Futter im Regal kaufen musst. Aber es bedeutet, dass es sich lohnt, einmal genau hinzuschauen – statt das erstbeste Tüte zu nehmen, weil das Bild auf der Verpackung nett aussieht. Neben der Ernährung gibt es in den ersten Wochen natürlich noch viel mehr zu beachten: Wie du deinen Welpen von Anfang an richtig erziehst und worauf es dabei ankommt, erklären wir ausführlich in unserem Artikel zur Welpenerziehung.
Woran du gutes Welpenfutter erkennst
Bevor wir zu den konkreten Empfehlungen kommen, lass mich dir kurz erklären, worauf ich bei der Bewertung achte. Denn du sollst nicht einfach meiner Liste vertrauen – du sollst nach dem Lesen dieses Artikels selbst in der Lage sein, ein Futter zu beurteilen.
Der wichtigste Blick gilt der Zutatenliste. Hier gilt eine simple Regel: Was an erster Stelle steht, ist am meisten enthalten. In gutem Welpenfutter sollte das immer eine klar benannte Fleischquelle sein – also zum Beispiel „Hühnerfleisch 70 %“ oder „frisches Entenfleisch 53 %“. Steht dort stattdessen „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“, ohne Angabe einer konkreten Tierart oder eines Prozentsatzes, ist das ein Warnsignal. Das kann im besten Fall minderwertige Schlachtabfälle bedeuten, im schlechtesten eine Mischung aus allem, was gerade günstig verfügbar ist.
Genauso wichtig ist der Fleischanteil insgesamt. Premium-Futter kommt auf 70 bis 94 % – das klingt zunächst nach Überfluss, ist aber näher an dem, was ein Hund als fleischfressendes Tier eigentlich braucht. Günstigere Sorten kommen oft nur auf 40 bis 55 %, wobei der Rest aus Getreide, Gemüse oder Hülsenfrüchten besteht. Das ist nicht per se schlecht, aber du solltest wissen, was drin ist.
Beim Proteingehalt solltest du auf mindestens 22 % in der Trockenmasse achten, beim Fettgehalt auf mindestens 8 %. Beides klingt technisch, findet sich aber immer in der Tabelle der analytischen Bestandteile auf der Verpackung. Besonders wichtig ist außerdem das Kalzium-Phosphor-Verhältnis, das idealerweise zwischen 1,2:1 und 1,5:1 liegen sollte. Bei großen Rassen wie Labrador, Schäferhund oder Golden Retriever ist das besonders kritisch, weil ihr Skelett sehr viel länger wächst als das kleiner Hunde – und zu viel Kalzium in dieser Phase die Knochenplatten schädigen kann.
Was du auf keinen Fall im Futter haben möchtest: Zucker, Karamell, künstliche Farbstoffe, Geschmacksverstärker und chemische Konservierungsmittel wie BHA, BHT oder Ethoxyquin. Diese Stoffe haben im Hundefutter schlicht nichts verloren – sie dienen einzig dazu, das Futter länger haltbar zu machen oder appetitlicher aussehen zu lassen, ohne dem Tier irgendwelchen Nutzen zu bringen.
Die besten Welpenfutter 2026 im Vergleich
🥇 Royal Canin Puppy – der bewährte Allrounder für jeden Welpen
Royal Canin gehört zu den meistempfohlenen Welpenfuttern weltweit – und das seit über 50 Jahren. Was die Marke besonders auszeichnet, ist die konsequente Aufteilung nach Rassegröße: Es gibt keine einheitliche „Welpen-Formel“, sondern eigene Rezepturen für kleine, mittlere und große Rassen. Das klingt nach Marketing, steckt aber echte Wissenschaft dahinter – denn ein Chihuahua-Welpe und ein Deutschen-Dogge-Welpe haben fundamental verschiedene Wachstumsverläufe und damit einen völlig anderen Nährstoffbedarf.
Alle Varianten enthalten DHA, eine Omega-3-Fettsäure, die wissenschaftlich belegt die Gehirnentwicklung und den Lernprozess in der frühen Welpenphase fördert. Dazu kommen Vitamin E und C als Antioxidantien zur Unterstützung des Immunsystems sowie eine Kombination aus Präbiotika und hochverdaulichen Proteinen für eine stabile Darmflora – besonders wichtig in den ersten Lebensmonaten, wenn das Verdauungssystem des Welpen noch empfindlich ist.
Der Fleischanteil liegt mit rund 26–32 % Rohprotein in der Trockenmasse nicht auf dem Niveau von Premiummarken wie Wolfsblut – dafür ist Royal Canin bei Amazon bestens verfügbar, gut erforscht und wird von Tierärzten und Züchtern weltweit eingesetzt. Für Welpenbesitzer, die ein zuverlässiges, gut verträgliches und in jeder Apotheke und jedem Fachhandel erhältliches Futter suchen, ist es erste Wahl.
Wähle die richtige Variante für deine Rasse:
- Mini Puppy – für kleine Rassen bis 10 kg Endgewicht, bis zum 10. Monat
- Medium Puppy – für mittlere Rassen (11–25 kg), bis zum 12. Monat
- Maxi Puppy – für große Rassen (26–44 kg), bis zum 15. Monat
Fleischanteil: ~28 % | Bewertung: ⭐⭐⭐⭐½ (4,5/5)
👉 Royal Canin Mini Puppy auf Amazon ansehen (Affiliate-Link)
🥈 Wolfsblut Wild Duck Puppy – getreidefrei, transparent, bewährt
Wolfsblut gehört zu den bekanntesten Premiummarken im deutschsprachigen Raum und ist bei Amazon gut verfügbar – ein praktischer Vorteil gegenüber manchen Spezialanbietern. Das Wild Duck Puppy überzeugt mit einem getreidefreien Rezept auf Entenbasis: Über 53 % des Futters bestehen aus Entenfleisch, das aus freilandhaltender Haltung ohne Hormone und Medikamente stammt. Dazu kommt ein sogenannter Superfood-Komplex aus Brennnessel, Löwenzahn, Topinambur und Bockshornklee – Wildpflanzen, die traditionell als entzündungshemmend und verdauungsfördernd gelten.
Was mich an Wolfsblut besonders überzeugt, ist die Transparenz der Deklaration. Jede Zutat ist klar benannt, jeder Prozentsatz angegeben. Da gibt es kein „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“, kein Versteckspiel hinter blumigen Begriffen. Das Futter ist außerdem besonders gut geeignet für Welpen, die auf Getreide empfindlich reagieren oder die der Züchter schon auf getreidefreie Kost eingestellt hat.
Es gibt das Wild Duck Puppy in verschiedenen Größen – ein 2-kg-Beutel zum Ausprobieren ist ideal, bevor du gleich zur 15-kg-Variante greifst.
Fleischanteil: ~53 % | Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (4,7/5)
👉 Wolfsblut Wild Duck Puppy (12,5 kg) auf Amazon ansehen (Affiliate-Link)
🥉 Josera Kids – das bewährte Deutsche für mittlere und große Rassen
Josera ist ein Familienunternehmen aus dem Odenwald, das seit über 75 Jahren Tiernahrung herstellt – und damit zu den erfahrensten Anbietern auf dem deutschen Markt gehört. Das Kids-Trockenfutter richtet sich speziell an Welpen mittlerer und großer Rassen und hat ein besonderes Merkmal: Das Kalzium-Phosphor-Verhältnis ist speziell auf das langsame Knochenwachstum schwerer Hunderassen abgestimmt, was es zu einer soliden Wahl für Labrador-, Schäferhund- oder Rottweiler-Welpen macht.
Das Futter ist weizenfrei, ohne synthetische Konservierungs- oder Aromastoffe und verwendet Geflügelprotein als Haupteiweißquelle. Es enthält zwar Mais und Reis als Kohlenhydratquellen – was puristische Rohkost-Befürworter kritisieren würden – aber für die große Mehrheit der Welpen ist das kein Problem. Josera Kids ist zuverlässig, gut verträglich und bei Amazon zu einem fairen Preis erhältlich.
Wer einen Welpen einer kleinen Rasse hat (unter 10 kg Endgewicht), greift besser zum Josera MiniJunior mit Ente und Lachs, der speziell für die kleinen Kroketten-Maße und den höheren Energiebedarf kleiner Hunde entwickelt wurde.
Fleischanteil: ~55 % | Bewertung: ⭐⭐⭐⭐½ (4,4/5)
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Bonus: Wolfsblut Wild Duck Puppy Large Breed – wenn Gelenkschutz von Anfang an wichtig ist
Wer einen Welpen einer sehr großen Rasse hat – denk an Deutsche Dogge, Berner Sennenhund oder Kangal – sollte von Beginn an auch an die Gelenke denken. Die Large-Breed-Variante von Wolfsblut enthält zusätzlich Chondroitin, Glucosamin sowie Methylsulfonylmethan und Grünlippmuschel. Diese Wirkstoffe gelten als entzündungshemmend und gelenkschützend, und der Gedanke dahinter ist einleuchtend: Lieber früh vorsorgen, als später mit teuren Gelenkpräparaten nachzusteuern.
👉 Wolfsblut Wild Duck Puppy Large Breed auf Amazon ansehen (Affiliate-Link)
Nass- oder Trockenfutter – was ist besser?
Diese Frage wird in Hundeforen seit Jahren heiß diskutiert, und die Wahrheit ist: Es gibt keine universell richtige Antwort. Beide Varianten haben ihre Berechtigung, und welche besser zu dir und deinem Welpen passt, hängt von mehreren Faktoren ab.
Nassfutter hat in der Regel einen höheren Fleischanteil und ist leichter verdaulich – ideal für Welpen, die gerade von der Muttermilch auf feste Nahrung umgestellt werden, oder für empfindliche Mägen. Der hohe Wassergehalt von etwa 80 % sorgt außerdem dafür, dass dein Welpe gut hydriert bleibt, was besonders in den ersten Lebenswochen wichtig ist. Der Nachteil: Nassfutter ist teurer pro Tagesration, muss nach dem Öffnen gekühlt werden und verdirbt schnell.
Trockenfutter ist dagegen praktischer im Alltag – es ist lang haltbar, lässt sich leicht dosieren und hat durch das Kauen einen leicht zahnreinigenden Effekt. Außerdem ist es günstiger. Der Nachteil liegt darin, dass die Qualität enorm schwankt: Billiges Trockenfutter kann mit Getreide gestreckt sein und wenig wertvolles Fleischprotein enthalten.
Viele erfahrene Hundehalter kombinieren beide Varianten – Nassfutter als Hauptmahlzeit, Trockenfutter als Ergänzung, Leckerli oder für zwischendurch. Solange die Qualität stimmt, ist das eine gute Lösung. Wichtig ist nur: Wechsel das Futter nie abrupt. Wie eine stressfreie Futterumstellung Schritt für Schritt funktioniert, erklären wir ausführlich in unserem Artikel zur Futterumstellung beim Hund – misch das neue Futter über 7 bis 10 Tage langsam unter das alte, um Verdauungsprobleme zu vermeiden.
Wie viel soll mein Welpe täglich fressen?
Die Futtermenge, die auf einer Verpackung angegeben ist, ist immer nur ein Richtwert – und das ist auch gut so, denn kein Hund ist wie der andere. Ein sehr aktiver Welpe, der den ganzen Tag herumtollt, braucht schlicht mehr Kalorien als ein ruhigeres Tier. Trotzdem helfen ein paar Faustregeln bei der Orientierung.
Kleine Rassen mit einem Endgewicht bis etwa 10 Kilogramm wachsen sehr schnell und sind in der Regel mit 6 bis 9 Monaten ausgewachsen. Welpenfutter sollte bis zu diesem Zeitpunkt gefüttert werden, danach kann auf eine normale Adultsorte umgestellt werden. Mittelgroße Rassen bis etwa 25 Kilogramm brauchen Welpenfutter in der Regel bis zum ersten Geburtstag. Bei großen und sehr großen Rassen wie Labrador, Schäferhund oder Rottweiler dauert die Wachstumsphase deutlich länger – hier wird oft bis zu 18 oder sogar 24 Monaten Welpenfutter empfohlen, weil das Skelett noch nicht vollständig ausgereift ist.
Mit dem Ende der Welpenphase beginnt übrigens ein neues Kapitel: die Junghund-Phase, in der viele Hunde nochmal richtig aufdrehen. Was dich erwartet und wie du dabei gelassen bleibst, erfährst du in unserem Artikel zur Junghund-Phase.
Als Faustregel gilt: Wiege deinen Welpen alle zwei Wochen und passe die Futtermenge entsprechend an. Er sollte weder Rippen deutlich sehen noch einen runden Bauch haben – eine leicht definierte Taille von oben betrachtet ist ein gutes Zeichen, dass die Futtermenge stimmt.
Diese Inhaltsstoffe sind ein Warnsignal
Wenn du ein neues Futter kaufst und die Zutatenliste überfliegst, gibt es ein paar Begriffe, bei denen du direkt die Tüte zurück ins Regal stellen kannst. Zucker und Karamell haben in Hundefutter schlicht nichts zu suchen – sie machen das Futter zwar für den Hund attraktiver, schaden aber Zähnen und Stoffwechsel. Künstliche Konservierungsmittel wie BHA, BHT oder Ethoxyquin stehen im Verdacht, krebserregend zu sein und wurden in der EU für Lebensmittel bereits weitgehend verbannt.
Genauso kritisch: Soja als Proteinquelle. Soja ist billig, aber für Hunde schwer verdaulich und häufig ein Auslöser für Unverträglichkeiten. Auch „Tiermehl“ ohne Angabe der Tierart ist ein Warnsignal – hier weiß niemand, was genau drin ist. Und wenn Mais an erster Stelle der Zutatenliste steht, kannst du dir vorstellen, wie viel Fleisch tatsächlich drin ist.
Kurz gesagt: Ein gutes Futter hat eine kurze, klare Zutatenliste, bei der du jeden einzelnen Bestandteil kennst und weißt, woher er kommt.
Fazit: Welches Futter passt zu meinem Welpen?
Nach allem, was ich dir in diesem Artikel erklärt habe, lässt sich eine klare Empfehlung geben – auch wenn sie, wie immer beim Hund, nicht für jeden gleich gilt.
Wer ein bewährtes, wissenschaftlich entwickeltes Futter sucht, das Tierärzte und Züchter weltweit empfehlen, ist mit Royal Canin Puppy in der richtigen Variante für seine Rasse bestens aufgestellt. Kein anderes Futter bietet eine so fein abgestufte Auswahl nach Rassegröße – vom Mini bis zum Maxi. Nicht das günstigste, nicht das fleischreichste, aber eines der zuverlässigsten.
Wer über Amazon bestellen möchte und ein getreidefrei ernährtes, transparentes Futter sucht, ist mit Wolfsblut Wild Duck Puppy sehr gut bedient – besonders, wenn der Welpe eine empfindliche Verdauung hat oder der Züchter bereits getreidefrei gefüttert hat. Die Large-Breed-Variante ist für Besitzer großer Rassen die bessere Wahl.
Wer ein bewährtes deutsches Futter zu einem fairen Preis sucht, das in unzähligen Würfen gut verträglich war und mit einer ausgewogenen Nährstoffbilanz punktet, greift zu Josera Kids für große Rassen oder Josera MiniJunior für kleine Vierbeiner.
Am Ende gilt: Kein Futter ist perfekt, und kein Hund reagiert auf alles gleich. Probier aus, beobachte deinen Welpen – wie ist sein Kot, wie sein Fell, wie sein Energielevel? Das sind die besten Indikatoren dafür, ob das Futter wirklich zu ihm passt. Und wenn dein Welpe das neue Futter partout verweigert, hilft ein Blick in unseren Artikel zum Thema Hund frisst nicht – dort findest du die häufigsten Ursachen und praktische Tipps. Wenn etwas nicht stimmt, wechsel einfach – langsam und behutsam, aber ohne Scheu.
Dein Welpe wird es dir danken. 🐾
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